Esther Grau

inspired by dreams

Blickfang: Seelensouterrain

Juli26

Wenn Psychotherapeuten ihre Praxis im Untergeschoss haben, ist das irgendwie … konsequent (und nein: kein Analytiker).

Souterrainpraxis_Web

posted under Blickfang | No Comments »

Das Wunderbare

Juli24

„Das Wunderbare – Dimensionen eines Phänomens in Kunst und Kultur” ist das Thema einer aktuellen Konferenz in Saarbrücken.

Seherische Ahnungen, Wahrträume und Doppelgänger-Begegnungen haben die Droste zeitlebens begleitet. Alles Phänomene, die in Kunst und Kultur eine große Rolle spielen, aber auch zum Alltag gehören. Nach den Umfragen der Parapsychologen sind solche verbreiteter, als man meinen möchte. Das Paranormale ist damit soziologisch betrachtet durchaus auch das Normale. Nicht zuletzt darum erscheint das Wunderbare in Literatur, Film, Theater, Religion und Kunst immer wieder neu.

Die Konferenz an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken ist offen für alle und kostenlos. Wer also spontan das Wunderbare suchen möchte, findet hier alle Informationen (schon der Reader lohnt sich!).

Aber Achtung: Der Weg zur „wunderbaren“ Konferenz führt am Mülldepo der Uni vorbei…

Literatour (to be): Zürich

Juli18

Nach dem Buch ist vor dem Buch und so bin ich auf Recherchereise in der Schweiz, denn unterwegs werden die Geschichten leichter.

Zürich glüht.

Asphalt wabert, als zwei Anzugmänner vors Büro in die flirrende Hitze treten und lapidar befinden: „‘s ist mild.“

Kaum angekommen, fragt man mich nach einem Antiquariat und später nach der Bibliothek. Wenn es so etwas wie eine Buchaura gibt, wird sie langsam dichter, scheint es.

Alles hält sich im Schatten.

Zürich Kunsthaus-web

Mein Weg führt mich ins Kunsthaus Zürich, ein kühler Ort in dieser Zeit, aber der Eingang ist die Hölle. Eines der sieben bronzenen Höllentore Rodins bewacht die Pforte, lässt dem Besucher die Dämonen dreidimensional entgegengeistern. Im Tor, dessen Gestalten Dantes Göttlicher Komödie entsprungen sind, hockt trotzdem schon der Denker, der sich erst später seinen eigenen Platz erkämpft.

Zürich Rodin-Höllentor2_web

Besser, man lässt die ganze Hölle rechts liegen und betritt eilig die himmlischen Hallen der Künste.

Zürich Rodin-Das eherne Zeitalter_web

Der “Albtraum” ist da!

Juli6

Wie schön, wenn nicht mehr das Manuskript auf dem Schreibtisch liegt, sondern das fertige Buch!

Der Droste-Roman ist also ab jetzt an den üblichen Stellen erhältlich, und zwar auch als E-Book. Nähere Infos beim Verlag. Viel Spaß beim Lesen!

Droste just arrived_web

Blickfang: Kafkaeske Geschenke

Juli3

Zu Franz Kafkas heutigem 132. Geburtstag fällt mir das perfekte Mitbringsel für Misanthropen in die Hände: Der Pechkeks (“Hier kannst du es wenigstens kommen sehen!”).

Pechkeks_web2

Übrigens im Museumsshop des Lübecker Buddenbrook-Haus gefunden.

posted under Blickfang | No Comments »

Traumhafte Tweets im Juni 2015

Juli1

Mehr Sammlungen gibt es wie immer hier.

Literatour Travemünde: Kafka am Strand und Buddenbrooks’ Sommerfrische

Juni13

Das Ostseeheilbad Travemünde hat von je her illustre Gäste angezogen. So wandelte Kafka nicht nur in Prag, sondern erholte sich auch an der Ostseeküste – und fiel gleich auf:

Travemünde_Priwallstrand-web

 

„Fahrt nach Travemünde […] Anblick des Strandes. Nachmittag im Sand. Durch die nackten Füße als unanständig aufgefallen.“

Franz Kafka, Tagebucheintrag vom 27.07.1914

Wenn er geahnt hätte, dass es dort hundert Jahre später sogar separate FKK-Strände gibt …

Travemünde_Passat_web

Nicht nur Strand, Wellen und Meer bleiben gleich durch die Zeiten, sondern auch die Viermastbark Passat, benannt nach dem günstigen Winde, ist so alt, dass Kafka sie theoretisch gesehen haben könnte, wenn sie damals nicht in Südamerika vor Anker gelegen hätte.

Travemünde_Fiete_web

Travemünde ging aber auch selbst in die Literatur ein, weil die Familie Buddenbrook aus Thomas Manns gleichnamigem Roman (und nach dem Vorbild der realen Familie Mann) hier ihre Sommer verbrachte. So verlebt Tony Buddenbrook, auf der Flucht vor den Heiratsabsichten des Herrn Grünlich, den fiktiven Sommer 1845 in Travemünde und lernt bei gemeinsamen Strandwanderungen den Sohn ihrer Zimmerwirte näher kennen.

Travemünde_Steilufer2_web

 „Links befanden sich zerklüftete Abhänge aus gelbem Lehm und Geröll, gleichförmig, mit immer neu hervorspringenden Ecken, welche die Biegungen der Küste verdeckten. Hier irgendwo, weil der Strand zu steinig wurde, kletterten sie hinaus, um droben durch das Gehölz den ansteigenden Weg zum Seetempel fortzusetzen. Der Seetempel, ein runder Pavillon, war aus rohen Borkenstämmen und Brettern erbaut, deren Innenseiten mit Inschriften, Initialen; Herzen, Gedichten bedeckt waren … Tony und Morten setzten sich in eine der kleinen abgeteilten Kammern, die der See zugewandt waren und in denen es nach Holz roch wie in den Kabinen der Badeanstalt, auf die schmale roh gezimmerte Bank im Hintergrunde.
Es wurde sehr still und feierlich hier oben, um diese Nachmittagsstunde. Ein paar Vögel schwatzten, und das leise Rauschen der Bäume vermischte sich mit dem des Meeres, das sich dort tief unten ausbreitete und in dessen Ferne das Takelwerk eines Schiffes zu sehen war. Geschützt vor dem Winde, der bislang um ihre Ohren gespielt hatte, empfanden sie plötzlich eine nachdenklich stimmende Stille.“
(Thomas Mann: Die Buddenbrooks, S. 135)

posted under Literatour | No Comments »

Die Droste in drei Minuten

Juni6

Die letzten Korrekturen, bevor es endgültig in den Druck geht. Als Vorgeschmack auf 300 Seiten aus dem Leben der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff gibt hier die Bio in 3 Minuten einen Überblick.

(Das ist ausdrücklich kein Buchtrailer, aber eine gute Einstimmung.)

 

 

Traumhafte Tweets im Mai 2015

Juni2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieblingsliteraturlinks (10)

Mai28

Florenz feiert Dante, denn der Autor der Göttlichen Komödie nähert sich seinem 750. Geburtstag. Der dazugehörige Hype bringt allerlei Pappkameraden hervor. Inferno? Hauptsache, die Literatur wird geehrt.

Es muss nicht immer Italien sein. Literaturliebhaber können auch am Bodensee Künstlerpfaden folgen und die Aussicht genießen. „Zum Kotzen schön“ ist das nämlich, wie es hier heißt – wer braucht da noch das Mittelmeer?

Friedrichshafen_web

„Es wird nicht mehr gewichst“, stellt die WELT in diesem Artikel über schöne Wörter fest, die sich in der Zeit verloren haben. Nichts gegen Sprachwandel, aber ich habe mir vorgenommen, die Sommerfrische wieder in meinen aktiven Wortschatz aufzunehmen – und zu praktizieren. Abgase gibt’s in der Stadt noch genug und der Geist gehört ohnehin gelegentlich gelüftet.

Für alle, die nicht nur Lesen, sondern auch Schreiben, kann dieser Taktgeber den Schreibrhythmus beflügeln. So reizt die stille Schreibarbeit auch einmal andere Sinne und wird vielleicht ein klangvolles Erlebnis. Der Typedrummer macht aber auch schon Spaß in einem Satz.

Schauspielerin Meryl Streep investiert in ein Writers Lab für Autorinnen 40+, also einen Schreibworkshop für Autorinnen mit Lebenserfahrung. Ob Meryl Streep hofft, dass ihre diese Drehbuchautorinnen eher eine Rolle auf den Leib schreiben können?

« Older EntriesNewer Entries »
  • Ich mach was mit Büchern