Esther Grau

inspired by dreams

Leserunde bei Lovelybooks

Oktober14

Noch bis zum 20.10.2015 läuft die Bewerbung für die Lovelybooks-Leserunde zu “Grimms Albtraum”. Wer Lust hat, eins von zehn Exemplaren meines Droste-Romans zu gewinnen, die der Acabus-Verlag verlost, hat jetzt die Chance.

Hier entlang bitte, um sich für ein Freiexemplar zu bewerben.

Aber auch wenn es nicht klappen sollte, sind natürlich alle herzlich zum Mitlesen und Diskutieren eingeladen. Ich freu mich auf euch!

Traumhafte Tweets im September 2015

Oktober2

Weitere Tweetsammlungen gibt es hier.

Blickfang: Keine Haie

September11

“Keine Haie in der Limmat” – na, wenn das keine gute Nachricht ist! Die Zürcher werden sich freuen – mindestens am eigenen Humor.

Keine Haie in der Limmat

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Grimms Märchen mal auf Platt

September3

Ein weiteres Märchen, das Jenny von Droste-Hülshoff dem Märchensammler Wilhelm Grimm zukommen ließ, heißt „Die drei schwarzen Prinzessinnen“ (Nr. 137 der Kinder- und Hausmärchen) und wurde ursprünglich auf Plattdeutsch übermittelt.

So liest sich das Original:

De drei schwatten Prinzessinnen

Ostindien was von den Fiend belagert, he wull de Stadt nig verloeten, he wull ersten seshundert Dahler hebben. Do leiten se dat ut trummen, well de schaffen könne, de soll Börgemester weren. Do was der en armen Fisker, de fiskede up de See mit sinen Sohn, do kam de Fiend un nam den Sohn gefangen und gav em daför seshundert Dahler. Do genk de Vader hen und gav dat de Heerens in de Stadt, und de Fiend trock av und de Fisker wurde Börgemester. Do word utropen, wer nig »Heer Börgermester« segde, de soll an de Galge richtet weren. […]“

Weiter geht’s unter dem diesem  Link. Auf Hochdeutsch kann man das Märchen hier nachlesen:

 

Traumhafte Tweets im August 2015

September1

Weitere Tweets des Monats hat Anne Schüssler zusammengestellt.

 

Die zertanzten Schuhe

August27

Ein Blick hinter die Kulissen: Jacob und Wilhelm Grimm haben sich ja viele Märchen erzählen lassen. Was ihnen die Adelsdamen ihrer Bekanntschaft zutrugen, schrieben sie gerne auf. Später gestalteten sie die Märchenmotive aus, bis daraus ihre Sammlung der Kinder- und Hausmärchen (1812-1815) entstand.

Eine ihrer Quellen stammte aus dem Münsterland. Vor allem Jenny, Annette von Droste-Hülshoffs Schwester, sammelte eifrig Märchen und ließ sie dem verehrten Wilhelm Grimm zukommen.

Da die Brüder Grimm ihre Arbeit gut dokumentiert haben, kann man noch heute aus der Fülle der Kinder- und Hausmärchen herauslesen, welche auf Jenny von Laßberg zurückgehen. Ein Beispiel sind “Die zertanzten Schuhe“ (Nr. 133 der Grimmschen Kinder- und Hausmärchen):

„Es war einmal ein König, der hatte zwölf Töchter, eine immer schöner als die andere. Sie schliefen zusammen in einem Saal, wo ihre Betten nebeneinander standen, und abends, wenn sie darin lagen, schloß der König die Tür zu und verriegelte sie. Wenn er aber am Morgen die Türe aufschloß, so sah er, daß ihre Schuhe zertanzt waren, und niemand konnte herausbringen, wie das zugegangen war. Da ließ der König ausrufen, wers könnte ausfindig machen, wo sie in der Nacht tanzten, der sollte sich eine davon zur Frau wählen und nach seinem Tod König sein: wer sich aber meldete und es nach drei Tagen und Nächten nicht herausbrächte, der hätte sein Leben verwirkt. Nicht lange, so meldete sich ein Königssohn und erbot sich, das Wagnis zu unternehmen. […]“

 

Ob es ihm gelingt, den Prinzessinnen auf die Spur zu kommen? Wer es wissen will, kann das ganze Märchen hier nachlesen.

Blickfang: mittwochs meditieren

August25

“Männer meditieren mittwochs morgens” kündigt das Kirchenplakat an – gemeinsames Alliterieren anschließend nicht ausgeschlossen, möchte man ergänzen…

männer meditieren

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Fächersprache – Geheimcode der Jugend oder Werbegag?

August16

In der Sommerhitze ist er wieder ein nützliches Accessoire geworden: der Fächer. Ohne saß ich heuer häufig in heißem Neid hinter jenen Frauen, die sich Luft machen konnten und beschloss: Das muss sich ändern.

Früher waren Fächer gleich in mehrfacher Hinsicht praktisch. Sie blicken auf eine lange Geschichte zurück, denn schon im alten Ägypten wurde Herrschenden mit großen Palmwedeln Luft zugefächert. Als handliche Faltfächer zogen sie in Europa seit dem 16. Jahrhundert in die große Gesellschaft ein. Im Rokoko des 18. Jahrhunderts avancierten Handfächer zum Mittel der Koketterie.

In Zeiten, in denen junge Leute nur selten unter sich sein oder sich allein verabreden konnten, avancierten Fächer zu einem wichtigen Teil der Flirtkultur. Er verstärkte die Körpersprache und den Austausch geheimer Botschaften, die sich zumindest unter den Jungen zu einer Fächersprache ausgestalteten. So erlebte der Fächer im 19. Jahrhundert – und damit zur Zeit der Droste – seine Blüte als Accessoire und Kommunikationsmittel.

Dame_mit_Fächer-web

Im Jahr 1827 soll der Pariser Fächerhersteller Duvelleroy seine Ware zusammen mit einem kleinem Codebuch herausgegeben haben, quasi einem Wörterbuch der Liebessprache durch den Fächer gesprochen. Gelungenes Marketing würde man das heute nennen. In unserer Zeit ist der Fächer selbst zum Werbegeschenk geworden und entfaltet eine neue Sprache. Er kommuniziert durch aufgedruckte Logos und Slogans. Aber letzten Endes: Ob Braut- oder Produktwerbung, ein Hingucker ist er geblieben.

Für alle, die für die nächste heiße Sommernacht oder die Ballsaison danach vorbereitet sein wollen, hier ein paar der im 19. Jahrhundert gängigen Fächervokabeln:

  • Fächer ruht auf der rechten Wange: ja
  • Fächer ruht auf der linken Wange: nein
  • Fächer auf die Lippen legen: Küss mich
  • Fächer ans Herz führen: Für immer die Ihre
  • geschlossenen Fächer abwärts richten: Ich verachte Sie

Alle Angaben ohne Gewähr.
Wie weit verbreitet und verwendet die Fächersprache früher wirklich war, darüber gehen die Meinungen auseinander und es bleibt ein altes Geheimnis.

Eine belegte Variante der Fächersprache kann dagegen z. B. im Schillerhaus Leipzig bewundert werden. Dort ist ein Fächer ausgestellt, dessen Rückseite Namen und Notizen zeigt, sozusagen ein verstecktes Poesiealbum. Gerade im Biedermeier waren persönliche Alben sehr verbreitet, nur lasen die Eltern der jungen Damen natürlich mit. Wer sich also einen geheimen Reim auf seine Liebste machen wollte, schrieb ihr auf die Rückseite ihres Fächers.

In Bielefeld gibt es übrigens Deutschlands einziges Fächermuseum. Es zeigt eine Sammlung ausgewählter Exemplare quer durch die Jahrhunderte.

Droste-Tage 2015

August4

Empfehlung für das kommende Wochenende:

Ab Freitag finden auf Burg Hülshoff in Münster-Havixbeck die Droste-Tage 2015 statt.

Am originalen Wohn- und Schreibort der Droste (inkl. Museum) kann man dann nicht nur in die Lebensatmosphäre ihrer Zeit eintauchen, sondern kreative Auseinandersetzung mit Droste-Texten erleben: Konzerte, Ausstellung etc.

Kunst in der Kunst quasi – das wird meta-gut!

Hier geht’s zum Programm der Droste-Tage.

Hülshoff

 

Traumhafte Tweets im Juli 2015

August1

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